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Nicht nur für Notfälle:

Der neue Satelliten-Messenger Garmin inReach Mini 3 Plus kann jetzt auch Sprache und Fotos übertragen
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Satelliten-Messenger sind praktische, aber meist eher nüchterne Sicherheitsgeräte: zuverlässig im Notfall, im Alltag jedoch oft wenig komfortabel. Wer schon einmal bei Seegang eine Nachricht über ein kleines monochromes Display tippen musste, weiß warum.

Mit dem neuen inReach Mini 3 Plus hebt Garmin seine Satellitenkommunikation nun auf ein neues Niveau. Neben Textnachrichten und SOS-Notrufen lassen sich erstmals auch Sprachnachrichten und Fotos über das Iridium-Satellitennetz verschicken. Hinzu kommen ein Farb-Touchdisplay, Sprachsteuerung und eine deutlich längere Akkulaufzeit.

Vom Notfallgerät zum Kommunikationszentrum

Im Vergleich zum Vorgängermodell Garmin inReach Mini 2, das über einen kleinen monochromen Bildschirm verfügte, besitzt das neue Modell ein 1,9 Zoll großes Farb-Touchdisplay mit einer Auflösung von 306 x 230 Pixeln. Dadurch wird das direkte Verfassen von Nachrichten am Gerät deutlich komfortabler. Alternativ kann das Gerät weiterhin über Tasten bedient werden – praktisch bei Nässe oder mit Handschuhen.

Mit 139 Gramm ist das Mini 3 Plus zwar etwas schwerer als das Mini 2, bleibt aber kompakt genug für Jackentasche, Rettungsweste oder Grab Bag.

Sprachnachrichten statt Zeichenzählen

Eine der spannendsten Neuerungen ist die integrierte Sprachfunktion. Dank Lautsprecher und Mikrofon können erstmals bis zu 30 Sekunden lange Sprachnachrichten direkt über Satellit gesendet und empfangen werden.

Gerade auf See ist das ein echter Vorteil. Während das Tippen längerer Texte bei Seegang schnell mühsam wird, lässt sich eine kurze Sprachmeldung wesentlich einfacher aufnehmen. Gleichzeitig steigt das Nachrichtenlimit von bisher 160 auf nun 1.600 Zeichen.

inReach Mini 3 Vorschau.jpg

Fotos über Satellit

Neu ist auch die Möglichkeit, Fotos über das Iridium-Netz zu verschicken. Die Übertragung erfolgt zwar langsamer als über Starlink oder Mobilfunk und eignet sich eher für einzelne, komprimierte Bilder. In der Praxis kann diese Funktion dennoch sinnvoll sein – etwa zur Dokumentation von Schäden oder um Familie und Freunde an der Reise teilhaben zu lassen.

SOS-Funktion: Sicherheit auf Knopfdruck

Die bekannte SOS-Funktion bleibt weiterhin an Bord. Neu hinzugekommen ist eine integrierte Sirene, die im Notfall zusätzlich Aufmerksamkeit erzeugen kann. Ebenfalls weiterhin verfügbar: Live-Tracking und Wetterberichte über Satellit – besonders praktisch auf längeren Überfahrten ohne Internetzugang.

Wichtig bleibt allerdings: Auch das inReach Mini 3 Plus ersetzt keine – oft gesetzlich vorgeschriebene – EPIRB, sondern ergänzt die Sicherheitsausrüstung sinnvoll.

Beeindruckende Akkulaufzeit

Gerade auf See zählt jedes Prozent Akkukapazität. Laut Garmin erreicht das Mini 3 Plus bis zu 350 Stunden Laufzeit bei 10-Minuten-Tracking im stromsparenden Messaging-Modus – ein klarer Vorteil für Blauwassersegler und Langfahrtcrews.

Fazit: Mit dem inReach Mini 3 Plus entwickelt sich Garmins Satelliten-Messenger endgültig vom reinen Notfallgerät zum vielseitigen Kommunikationssystem. Vor allem die Sprachfunktion, die Fotoübertragung und das neue Farbdisplay machen im Alltag einen spürbaren Unterschied.

Für Fahrtensegler und Offshore-Crews bietet das Gerät damit ein deutliches Plus an Komfort und Sicherheit – überall dort, wo das Smartphone längst keinen Empfang mehr hat.

Allerdings hat das seinen Preis: Mit € 499,– plus laufenden Abokosten liegt das Mini 3 Plus deutlich über dem Vorgängermodell. Im Vergleich zu klassischen Satellitentelefonen bleibt es aber weiterhin die deutlich kompaktere und günstigere Lösung.

Wer vor allem Wert auf klassische Notfall- und Trackingfunktionen legt und auf Sprach- sowie Fotoübertragung verzichten kann, ist auch mit dem nach wie vor erhältlichen und günstigeren inReach Mini 2 bestens ausgestattet.

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