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Sonnenstrom zum Mitnehmen

SunWare RXR-22052 im Praxistest: Wie viel Strom liefert das mobile 120-Wp-Solarmodul tatsächlich an Bord?

Solarmodule versprechen mehr Unabhängigkeit vom Landstrom. Doch wohin damit? Auf vielen Booten ist das Kajütdach zu klein, ein Geräteträger fehlt und ein Bimini ist auch nicht vorhanden. Mit dem mobilen Solarmodul SunWare RXR-22052 wird dieses Platzproblem clever gelöst: Es wird bei Bedarf einfach an der Reling eingehängt.

Ausgefuchst

Dank des im Lieferumfang enthaltenen FOX-062-Ladereglers, der direkt über eine 12-Volt-Steckdose an das Bordnetz angeschlossen wird, entfällt eine aufwendige Installation. Keine feste Montage, keine zusätzlichen Kabelwege, keine Löcher im Deck.

Das gesamte System ist als echte Plug-and-Play-Lösung ausgelegt. Der Regler erkennt automatisch, ob ein 12- oder 24-Volt-System vorliegt, schützt die Batterie vor Überladung, bietet gleichzeitig einen Rückstromschutz und lässt sich per DIP-Schalter präzise auf AGM-, Gel-, Blei-Säure- oder LiFePO₄-Batterien einstellen. Der Mini-Laderegler kann 6,6 A Solarstrom aufnehmen, wird durch das Testmodul somit optimal versorgt.

Einer späteren Festinstallation mit steckbarer Decksdurchführung und unter Deck verbautem Laderegler steht zudem nichts im Wege. Der Miniladeregler kann dann einfach entkoppelt und ersetzt werden.

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Wir haben uns dazu entschieden die mobile Plug&Play Variante auf einer Segelyacht mit einem 12-Volt-Bordnetz und einer 100-Ah-Lithiumbatterie einem Praxistest zu unterziehen. Ende Mai kam das Modul für exakt fünf Stunden am Liegeplatz zum Einsatz. Der Batteriemonitor zeigte zu Beginn des Testlaufs einen Ladezustand von 77 Prozent (76,7 Ah) an. Nach gut fünf Stunden Solarladung kletterte der Wert auf 90 Prozent (90,3 Ah). Somit speiste das SunWare RXR-22052 netto 13,6 Ah in die Batterie ein.

Während der gesamten Messdauer lief der Kühlschrank unter Volllast weiter und schaltete sich wie üblich zyklisch ein und aus. Der tatsächliche Solarertrag lag deshalb deutlich über dem reinen Ladezuwachs. Je nach Einschaltdauer des Kompressors dürfte das Modul im Messzeitraum rund 18 bis 22 Ah erzeugt haben. Das entspricht etwa 235 bis 285 Wh bzw. einer mittleren effektiven Leistung von rund 45 bis 55 Watt.

Mit der Kraft der Sonne

Dass das Modul unter seiner theoretischen Nennleistung von 120 Wp blieb, liegt in der Natur der Sache: Dieser Referenzwert wird unter standardisierten Laborbedingungen ermittelt. In der Praxis – vor allem im Hafen – hat man es jedoch mit deutlich anspruchsvolleren Bedingungen zu tun: wechselnde Einstrahlungswinkel, leichte Verschattungen durch das Rigg sowie der steigende Innenwiderstand einer zunehmend vollen Batterie. Entscheidend ist, dass das Modul unter diesen Realbedingungen kontinuierlich Energie liefert und gleichzeitig die laufenden Verbraucher puffert.

Wer das Modul gelegentlich dem Sonnenstand nachführt, kann den Ertrag noch weiter steigern. Doch selbst ohne Justierung genügte die Ausbeute im Test vollkommen, um den laufenden Energiebedarf auszugleichen und die Batterie parallel spürbar nachzuladen. Für Wochenendtörns bedeutet das: Kühlschrank, Bordelektronik, Beleuchtung und das Laden von Smartphones oder Tablets können vollständig über die Sonne abgedeckt werden.

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Qualitätsoffensive

Die SunWare-Solarmodule stammen aus deutscher Fertigung und spielen qualitativ in der obersten Liga. Anstelle einer schweren und anfälligen Glasabdeckung verwendet das inhabergeführte Unternehmen aus Duisburg eine Spezial-Fluorpolymerfolie (ETFE). Diese bietet die gleiche hohe Lichtdurchlässigkeit wie Solarglas, ist jedoch absolut bruchsicher und extrem UV-beständig. Die monokristallinen Solarzellen sind auf einer nur wenige Millimeter starken Trägerplatte aus einem Alu-Sandwich montiert und vollständig in die Folie eingebettet. Für den kompromisslosen Einsatz auf See werden sämtliche Kabeldurchführungen verschraubt und zusätzlich vergossen, um das System dauerhaft vor Salzwasser, Feuchtigkeit und Korrosion zu schützen.

Die SunWare-Solarmodule stammen aus deutscher Fertigung und spielen qualitativ in der obersten Liga. Anstelle einer schweren und anfälligen Glasabdeckung verwendet das Duisburger Familienunternehmen eine Spezial-Fluorpolymerfolie namens Nowoflon. Diese bietet die gleiche hohe Lichtdurchlässigkeit wie Solarglas, ist jedoch absolut bruchsicher und extrem UV-beständig. Die multikristallinen Solarzellen sind auf einer nur einen Millimeter starken Trägerplatte aus V4A-Edelstahl montiert und vollständig in die Folie eingebettet. Für den kompromisslosen Einsatz auf See werden sämtliche Kabeldurchführungen verschraubt und zusätzlich vergossen, um das System dauerhaft vor Salzwasser, Feuchtigkeit und Korrosion zu schützen.

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Fazit: Mit einem Preis von rund 1.500 Euro ist das SunWare RXR-22052 zwar kein Schnäppchen, doch das Solarmodul zahlt diese Summe in Form von Freiheit und Autarkie zurück. Sicher ließe sich das Geld auch in mehr Batteriekapazität investieren. Eine größere Batteriebank bringt jedoch zusätzliches Gewicht ins Boot, raubt wertvollen Stauraum unter Deck und muss am Ende doch wieder – zeitaufwendig und nicht kostenlos – über Landstrom oder die Lichtmaschine nachgeladen werden.

Das mobile Solarsystem arbeitet dagegen lautlos und zuverlässig und liefert selbst bei suboptimaler Ausrichtung einen beachtlichen Ertrag. Besonders überzeugt die Kombination aus unkomplizierter Plug-and-Play-Lösung und flexibler Relingsmontage. Sie ermöglicht das Laden mit Sonnenenergie nicht nur im Hafen oder vor Anker, sondern auch unter Segeln.

Mehr Infos und Bestellmöglichkeiten

Anmerkung: In der Zwischenzeit ist das getestete Solarmodul für die Relingsmontage optimiert worden und unter der Bezeichnung TX-Rail (mit mittigen Ösen für Karabiner und aufgestellt mit den TX-Risern) am Markt.